Die zweite Klinge
Thorsten Pache 6. Februar 2003

Jessica Bennedikt schloss die gläserne Tür des Schnellimbisses hinter sich ab. Es war schon später Abend und Zeit für den Nachhauseweg. Mit einem kurzen Nicken verabschiedete sie sich von ihrem letzten Kunden. Harald, ein in die Jahre gekommener Polizist, der in seinen Nachtschichten öfters auf einen Burger vorbei kam.
„Gute Nacht, Kleines", rief er ihr nach, immer noch den letzten Bissen kauend und sah ihr nach, während sie in den Straßen der Großstadt verschwand.
In einem unregelmäßigen Rhythmus flackerte die Glühbirne einer der Laternen, welche die Brücke zum Park in ein unruhiges Licht tauchte. Die junge Frau hatte ihr langes, schwarzes Haar zu einem Pferdeschwanz gebunden und unter dem breiten Kragen ihres braunen Mantels verborgen. Sie trug immer noch ihre Schürze bestickt mit dem Namen des Imbisses. „Ruck Zuck Burger", stand in größtenteils verblassten Lettern darauf. Der nasskalte Herbstwind blies das braungelbe, verwelkte Laub in Wirbeln über den Boden.
„Verdammte, schon nach Eins", zischte Jessica, als sie die großen, schwarzen Zeiger, auf der Uhr ablas, die hinter der Parkbank aufgestellt worden war. Ein Landstreicher hatte sich auf das nasse Holz gelegt und im Rhythmus seines flachen Atems hob und senkte sich die Zeitung, die auf seiner Brust lag.
Jessica schüttelte den Kopf. Welche traurige Schicksale mochten hinter den zahlreichen Obdachlosen stecken, die zu dieser Jahreszeit und vor allem im Winter das Leben zu einem ständigen Kampf mit dem Tod machten. Erst als sie näher in das Licht der Laterne kam erkannte sie die teuren Schuhe und eine Markenjeans, die der Penner trug. Nachdenklich legte sie ihre Stirn in Falten und dachte darüber nach ihn anzusprechen, entschied sich dann aber, ihn in Ruhe schlafen zu lassen. Schließlich ging es sie auch nichts an.
Sie knöpfte ihren Mantel bis oben hin zu und hatte bereits den halben Weg durch den Park hinter sich, als sie ein leises, kratzendes Geräusch hörte. Langsam stellten sich die feinen Härchen auf ihren Armen auf. Ein kühler Schauer lief ihr über den Rücken.
Da war es wieder zu hören!
Das Wetzen zweier Klingen.
Sie schluckte den Kloß herunter, der ihr im Hals steckte. Als sie zu Laufen begann, hörte sie Rascheln in dem dichten Gestrüpp, das überall an den Wegrändern wuchs. Ihre Angst wuchs. Panik machte sich breit. Jessica machte auf der Stelle kehrt und rannte so schnell sie konnte in die entgegengesetzte Richtung. Es dauerte nur wenige hundert Meter bis ihr die Puste ausging. Sie stemmte ihre Hände auf die Knie und schnappte nach Luft. Ihre Beine zitterten, während sich der Schweiß mit den Regentropfen mischte und an der ihrer Schläfe herunter rann. Immer wieder sah sie sich um, ob ihr jemand gefolgt war. Vielleicht hatte sie sich auch getäuscht und nur ein Eichhörnchen gehört oder einen entlaufenen Hund. Ihr Puls beruhigte sich langsam wieder - nur noch das leise Tröpfeln des Regens war zu hören. Sie zuckte kurz zusammen, als die nahe gelegene Kirchturmuhr zur halben Stunde schlug und richtete sich wieder auf, während sie tief durchatmete. Gerade wollte sie sich selbst einen Feigling schimpfen, als im Schein der Laterne ein lang gezogener, fast surrealer Schatten auftauchte. Ohne den Hauch einer Chance warf sie ihr Angreifer brutal zu Boden, wo sie mit der Schläfe auf einen harten Stein schlug.
„Schrei, meine Kleine und du bist tot", hörte sie eine drohende, röchelnde Stimme in ihr Ohr flüstern. Da war wieder das fürchterliche Geräusch! Ratsch, Ratsch, wetzte ihr Peiniger zwei Klingen aneinander. Wie ein Amboss, kniete der scheinbar tonnenschwere Mann auf ihrem Rücken und drückte ihr Gesicht in den Dreck. Er griff in ihr Haar und zog brutal ihren Kopf nach hinten. „Mach dir keine Sorgen", flüsterte er. „Es ist gleich vorbei."
Sie zuckte zusammen, als das kalte Metall ihren freien Hals berührte. Ein brennender Schmerz zog sich entlang ihrer Kehle und hinterließ eine pulsierende Wunde. Die Konturen ihrer Umgebung verschwammen zu vagen Formen, während der Nebel der Besinnungslosigkeit im Begriff war sie einzuhüllen. Da waren nur noch der kalte Stahl, der sich durch ihre Kehle schnitt und das warme Blut, das langsam aus der Wunde rann und sich auf dem Gehweg zu einer Lache ansammelte. Jessica wusste, sie würde sterben.
Regungslos - gelähmt vor unsagbarer Angst und Qual lag sie in dem Schmutz, als sie aus schier endloser Entfernung eine Stimme zu hören glaubte. Sie fühlte wie sich der Griff um ihren Hals löste und die Last von ihren Schultern verschwand. Ein Messer viel zu Boden und bohrte sich direkt neben sie in den Dreck. Mit einem Gefühl von Erleichterung gaben ihre Sinne nach und sie fiel in Ohnmacht.
„Hallo?" hörte Jessica jemand rufen. Während sie sich auf den Rücken rollte, schälten sich die ersten Konturen eines jungen, kantigen Männergesichtes aus der Dunkelheit ihrer Besinnungslosigkeit.
„Geht es ihnen gut?"
Es brauchte einen Augenblick bis sich das Zittern ihres Körpers soweit beruhigt hatte, dass sie in der Lage war sich aufsetzen. Sie bibberte. Ihre nasse Kleidung hing ihr klamm vom Leib und ebnete der nächtlichen Kälte den Weg in ihren geschwächten Körper.
„Warten sie, ich helfe ihnen." Der junge Mann half ihr auf, zog das Messer aus dem aufgeweichten Boden und benutzte es, um den Ärmel von seinem Sakko abzutrennen. „Pressen sie das auf ihre Wunde", sagte er besorgt. „Sie haben viel Blut verloren."
Jessica zischte ihren Schmerz in die Nacht hinaus, als sie den provisorischen Verband auf ihre blutende Wunde presste. „Ich danke ihnen", flüsterte sie mit zitternder Stimme. Ihr Kinn bebte vor Erregung und Kälte. „Danke, dass sie mir das Leben gerettet haben", wiederholte sie und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht.
„Mein Name ist Michael", sagte ihr Lebensretter, während er das ramponierte Sakko über ihre Schultern legte. „Kommen sie, wir bringen sie zu einem Arzt."
Gerade wollte sie ihm zustimmen, als sie eine bekannte Stimme hörte. Harald, der Streifenpolizist kam mit gezogener Dienstwaffe auf die Beiden zugelaufen. „Runter mit der Waffe!", befahl er, als er das Messer in Michaels Hand sah und entsicherte seine Pistole
„Ich habe nichts getan, Wachtmeister. Ich habe nur...", versuchte der junge Mann zu erklären.
„Runter mit der Waffe, oder ich schieße!", wiederholte der Polizist seine Warnung.
Michael legte das Messer auf den Boden und hob seine Hände hoch. Er versuchte etwas zu sagen, als er den Tritt des Polizisten spürte und zu Boden ging. Mit wenigen Handgriffen legte ihm der Beamte Handschellen an und verpasste ihm einen weiteren Tritt in die Seite.
„Nicht, hören sie doch auf!", schrie Jessica immer wieder und versuchte den hitzigen Polizisten zurückzuhalten. „Jemand hat versucht mich umzubringen und dieser Mann hier hat ihn in die Flucht geschlagen", versuchte sie Michael zu verteidigen, der am Boden lag und Blut hustete.
„Der Kerl hier?", fragte der Harald ungläubig.
„Ja."
Er beugte sich nach unten, zog das Messer aus dem Schmutz und benutzte den Ärmel seiner Uniform, um es sauber zu rubbeln. „Er hatte das Tatwerkzeug in seiner Hand und war über sie gebeugt."
„Ich habe ihr doch nur geholfen!", rief Michael und hielt sich den schmerzenden Rücken, während er versuchte sich aufzusetzen.
Der Beamte griff nach den Fesseln des vermeintlichen Verbrechers und half ihm mit einem Ruck nach oben. „Was ist, wenn er nur vorgegeben hat, davongelaufen zu sein. Das haben wir immer wieder. Junge Schnösel, die ein Verbrechen begehen, um ihr eigenes Opfer dann zu retten."
Jessica schüttelte vehement den Kopf. „Er soll das alles nur gespielt haben? Nein, das kann ich nicht glauben. Warum sollte er mich überfallen, um mich kurz darauf zu retten?"
Der Polizist sah sie mit einem Blick an, der sie dastehen ließ, wie das naivste Mauernblümchen vom Lande. „Schauen sie auch mal morgens in den Spiegel?"
Sie sah ihn nur fragend an.
„Na ja, sie sind keine unattraktive Frau. Und…"
Sie unterbrach ihn ungläubig. „Er soll mir fast den Hals durchschnitten haben, um mich daraufhin zu retten? Nur, um dann als Held dazustehen? So ein Quatsch!"
„Ihre Wunde ist nicht tief. Hätte er sie wirklich umbringen wollen, hätte er es sicher auch getan."
Michael fuchtelte verärgert mit seinen Händen. „Ich habe Nichts verbrochen, verdammt! Ich wollte doch nur helfen."
Die junge Frau schüttelte verwirrt den Kopf. „Ich weiß überhaupt nicht mehr, was ich glauben soll", sagte sie. „Ich will einfach nur nach Hause. Wenn das nicht zuviel verlangt ist."
Der Polizist nickte. „Also gut. Den hier nehme ich aber mit aufs Revier." Er zog mit einem Ruck an den Handschellen und schob den Verdächtigen vor sich her.
„Los! Rein da!", befahl Harald und schubste den jungen Mann auf die Rückbank des Streifenwagens. Er öffnete Jessica zuvorkommend die Beifahrertür und bat sie höflich Platz zu nehmen. Einen Augenblick später saß er vor dem Steuer und drehte den Zündschlüssel herum. Ein Ruck ging durch den Wagen und Michael stieß mit dem Gesicht gegen das Gitter, das ihn von den vorderen Sitzen trennte.
„Verdammt, was sollte das denn jetzt?" Michael spürte das warme Blut spürte aus seinem Nasenloch laufen.
„Stell dich nicht so an."
„Ich denke nicht, dass das nötig war", mischte sich Jessica ein und dreht sich nach hinten. „Alles in Ordnung?", erkundigte sie sich bei dem jungen Mann.
Michael nickte nur und wischte sich das Blut von seiner Jeans, die Jessica bekannt vorkam. Ihr Blick wanderte zu seinen Schuhen und bestätigte ihre Vermutung.
„Ich kenne sie", sagte Jessica erschrocken. „Sie sind der Kerl, der auf der Bank geschlafen hat. Oder besser gesagt, es vorgetäuscht hat. Sie haben sicher nur auf eine Gelegenheit gewartet, nicht wahr?"
Michael sah sie verwirrt an. „Was soll das? Ich wollte ihnen doch einfach nur helfen."
Jessica schluchzte und Tränen liefen ihre Wangen hinunter. „Warum haben sie das getan? Wollten sie mir wirklich nur imponieren, indem sie den großen Helden gespielt haben?"
„Nein, so war das nicht!", schimpfte Michael und schüttelte empört den Kopf. „Ich habe auf der Bank gelegen, ja. Und ich habe auch geschlafen. Meine Freundin hat mich auf die Straße gesetzt und…", versuchte er zu erklären, als sich der alte Polizist einmischte. „Und da hast du dir gedacht, schlitzen wir mal eine Frau auf. Die sind doch soundso alle hinterlistig und falsch, nicht war? Da arbeitest du dich jahrelang für deine Familie krumm und was ist der Dank dafür? Sie verlassen dich, weil du angeblich mehr für deinen Job übrig hast, als für deine Frau. Sie nehmen die Kinder und lassen dich zurück in einer kleinen Wohnung. Alles nehmen sie dir, nur wegen eines braungebrannten Südländers und angeblich fehlender Zuwendung…"
Michael sah den Beamten verwirrt an und schüttelte dann seinen Kopf „Was erzählen sie da? Ich bin erst aufgewacht, als ich Geräusche gehört habe. Ich wollte nur helfen, verdammt."
„Reden sie sich doch nicht raus. Geben sie einfach zu, dass sie es waren", donnerte die Stimme des Polizisten auf ihn nieder. Harald nahm seinen Hut ab und strich sich sein weißes Haar glatt, das seinen sonst kahlen Kopf umrandete. „Verraten sie, wo sie das andere Messer versteckt haben und ich werde ein gutes Wort für sie einlegen", bot er an, während er seine Lautstärke etwas mäßigte und sein Blick wieder der Straße zuwendete.
Jessica blickte verwundert von einem zum anderen und wartete auf die Antwort des Verdächtigen. Der schüttelte nur den Kopf und schlug die Hände über dem Kopf zusammen. „Ich habe keine Ahnung, wovon sie reden, Mann!"
Der Polizist wollte gerade etwas auf seine Antwort erwidern, als er Jessicas geschockten Blick sah. „Stimmt etwas nicht?", fragte er.
Sie griff nach dem Türgriff. „Ich will raus hier", schrie sie und versuchte vergeblich die Beifahrertür zu öffnen.
„Sie können den Wagen nicht verlassen, solange ich das nicht will", sagte der Polizist und wischte sich Schweißperlen von der Stirn. „Was ist denn in sie gefahren, Kleines?"
Jessica versuchte sich etwas zu beruhigen und sah ihn angewidert an. „Ich habe Keinem von euch erzählt, dass der Täter ein zweites Messer benutzt hatte."
Jegliche Regung auf dem Gesicht des Polizisten verschwand und hinterließ eine eiskalte Maske. Nur das unkontrollierte Zucken seiner Augenlieder zeugte noch von seiner Lebendigkeit. Er nahm den Fuß vom Gas und lenkte den Wagen auf einen abgelegenen Waldweg.
„Machen sie die Tür auf. Ich will hier raus", schrie Jessica abermals und hämmerte gegen das Glas, des Fensters.
„Mann, was soll das?", mischte sich Michael ein. „Lassen sie uns gehen, wir werden auch niemanden ein Wort von der Sache erzählen."
Mit einem Tritt auf die Bremse brachte der Polizist den Streifenwagen zum Stehen. Er griff neben seinen Sitz, brachte das lange Messer zum Vorschein und fuhr sanft mit seinem Zeigefinger über die Klinge. Jessica konnte in seinen Augen den Irrsinn aufflackern sehen. Er blickte durch den Rückspiegel direkt in Michaels Augen.
„Um dich kümmere ich mich auch noch. Aber wie sagt man so schön: Ladies first." Die Stimme des Polizisten hatte sich verändert. Sie war nur noch ein Flüstern in der Stille. Ein röchelnder Unterton nahm ihr fast jegliche Menschlichkeit. Sein Blick wanderte weiter zu Jessica und einen Liedschlag später stürzte er sich auf junge Frau, die Klinge an ihre Kehle gedrückt - an die Stelle angesetzt, wo er zuvor unterbrochen worden war.
„Nein! Nicht, hör damit auf, du wahnsinniger Hund!", rief Michael und schlug mit seinen Fäusten gegen das Gitter, welches ihn von dem fürchterlichen Geschehen trennte. Er sah in das von Entsetzten verzerrte Gesicht der jungen Frau, die sich erfolglos wehrte, indem sie wild um sich schlug.
Jessica konnte den heißen, stinkenden Atem ihres Peinigers riechen und blickte in seine starren Pupillen. „Ich verachte euch Weiber", flüsterte er. „Ich hasse euch. Ihr habt mir mein Leben genommen." Seine Augenlieder begannen unkontrolliert zu zucken. Voller Erregung wanderte sein Blick auf die Klinge in seiner Hand. „Du!", sagte er. „…wirst niemals jemanden unglücklich machen. Dafür sorge ich schon."
„Das darf so nicht enden", schoss es durch Michaels Kopf, während Jessica um ihre Leben schrie. Immer wieder trat er gegen das Gitter bis schließlich die ersten Schweißnähte nachgaben. Er schmiss sich mit der Schulter gegen die gelockerte Seite des Drahtgestells und zwang sich, so gut es seine gefesselten Hände zuließen, durch die entstandene Lücke an der Wand. Die scharfen Kanten des zerbrochenen Gitters schnitten ihm tiefe Wunden in sein Gesicht. Er hatte sich gerade bis zu seiner Schulter durchgezwängt, als der Polizist von Jessica abließ, die regungslos, wie eine fallen gelassene Puppe, auf ihrem Sitz liegen blieb.
Ein böses Grinsen zog sich über das Gesicht des Wahnsinnigen, als er sein blutverschmiertes Messer über die Maschen des Stahlgitters zog.
„Steckst du fest, du Held?"
Blitzschnell rammte er die Klinge in die Verkleidung des Wagens, nur einen Zentimeter neben Michaels Schläfe. „Du dachtest doch nicht etwa, ich würde meinen Liebling an dir dreckig machen, oder? Wegen dir habe ich sie schon einmal verloren." Sein Grinsen verschwand. „Aber zum Glück hast du wenigstens eins für mich aufbewahrt." Der Polizist lehnte sich mit der Schulter an das Gitter, während die eisernen Streben Michaels weißes Hemd zerrissen und sich in seine Brust bohrten. Vor Schmerzen gepeinigt schrie er laut auf und jeder Versuch, sich zu bewegen verschlimmerte seine Situation nur.
„Du wirst jetzt sterben, du Held", flüsterte der Wahnsinnige und war im Begriff dem Ganzen ein Ende zu bereiten, als ein ohrenbetäubender Schuss fiel und durch den Innenraum des Streifenwagens hallte. Harald wurde gegen die Fahrertür geschleudert, zuckte noch einmal und blieb dann regungslos liegen. Ein Einschussloch klaffte in seiner Brust - Jessica hatte ihn direkt ins Herz getroffen. Seine Dienstwaffe in ihren zitternden Händen zögerte sie einen Augenblick. Ihr verängstigter Blick war jetzt voller Verachtung, für den Mann, der ihr das Alles angetan hat. Sie schob den Leichnam zur Seite und drückte wild auf alle Knöpfe der Armaturen, bis sie schließlich ein klickendes Geräusch hörte. Die Türen waren.
„Das war knapp", sagte Michael, als er sein zerrissenes Hemd betrachtete.
Jessica löste ihren starren Blick von dem Polizeiauto, in dem sie gerade fast gestorben wäre und wand sich zu dem jungen Mann. Ihr Gesicht war blass und ihre Haar zerzaust und von Blut verklebt.
Michael lächelte. „Ohne dich wäre ich jetzt wohl Schaschlik."
„Ja, ich denke, dass wir beide jetzt quitt sind", antwortete sie und brachte ein gequältes Lächeln zum Vorschein.

(c) Thorsten Pache